Die 4 nervigsten Typen Mensch auf Konzerten

Die 4 nervigsten Typen Mensch auf Konzerten

Die “Mein Instagram-Account ist das Wichtigste für mich auf dieser Welt”-Mädchen

Image of Paris Hilton with girl at concert taking selfie

Man sieht ja eine ganze Heerschar von süßen Mädchen auf Konzerten, aber die Hingabe dieser speziellen Sorte Mädchen zu ihren Social Media-Accounts hebt sie vom Rest ab. Das Mädchen weiß, dass ihre Facebook-Friends, Twitter- und Instagram-Follower nur darauf warten, dass sie, sie allein, sie erlößt. Und zwar indem sie bitte ganz schnell Fotos von sich postet, auf dem man ihr entzückendes Blumen-Kopf-Band sowie ihr Vintage Halter-Top sieht. Sie hashtagged den Namen der Band auf deren Konzert sie gerade ist (den Namen hat sie gestern zum ersten Mal gehört). Macht ja auch Sinn: vielleicht schreibt sie eine süßer Typ mit Tattoo an. Dann kann sie ihn ignorieren und ihren Freundinnen erzählen, wer sie da angeschrieben hat und dass sie den Typen dann “links liegen gelassen hat”. Haha.
Zum Ende des Konzerts hat dieses Mädchen warscheinlich mehr Zeit damit verbracht, Instagram-Filter auszusuchen, als damit, die Band anzusehen. Das ist ihr aber egal. Es geht hier nicht um die Band, verdammt noch mal. Es geht um sie! Das kurze Video wie sie “voll süß” zu Song XY tanzt muss ja auch noch hochgeladen werden. Die Band lenkt da nur ab. Sie muss zum Ausgang. Da ist der Empfang besser.
Dass sie meistens gut aussehen wird gar nicht bestritten. Also wenn ihr das Instagram-Girl nach dem Konzert noch mal aufsuchen wollt, dann folgt einfach dem Licht der iPhones (haben alle, ohne Ausnahme, immer, iPhones), denn nach dem Konzert ist vor der eigentlichen Arbeit für die armen Wesen. Wenn sie nirgends zu finden ist, dann guckt beim Merch-Stand. Dort sind sie auch oft und kaufen Band Shirts in XL, die dann der Mittelpunkt der nächsten Selfies sind.
Ihr müsst das verstehen: Du gehst nicht aufdieses Konzert, sondern Du bist die Art von Person die auf so ein Konzert geht. Und das sollte kommuniziert werden. Um eine möglichst spannende Online-Persona zu haben, müssen im echten Leben Eindrücke gesammelt werden. Eindrücke, die man kommunizieren kann.

Die Paare mittleren Alters, die endlich einen Babysitter gefunden haben

Middle aged couple

Der Ehemann mittleren Alters und seine Frau starten den wilden Konzert-Abend meist recht konservativ. Sie kommen frühzeitig dort an, wo das Konzert stattfinden wird, um einen möglichst praktischen Parkplatz zu bekommen. Auf der Fahrt riefen sie noch kurz zuhause an, um sich beim Babysitter zu vergewissern, dass es dem Kind gut geht, und es alles aufgegessen hat. Nachdem sie geparkt haben, gehen sie in das nah liegende “tolle Bistro, welches Kai aus dem Büro empfohlen hat.” Nach dem gepflegten Abendessen und zwei Gläsern “schönem Wein” (wie kann Wein eigentlich ‘schön’ sein?), ist das Ehepaar bereit.
Jetzt wird alles anders…Mit Fortschritt des Konzerts lässt sich das Paar gehen. Scheiß auf das bürgerliche Leben!
Der Kragen des perfekt gebügelten Polo-Shirts des Ehemanns wird immer verschwitzter und die von vielen DinnerpParties erprobte Blasiertheit und Zurückhaltung der Ehefrau zerbröselen langsam aber sicher. Während die Frau weiteren Wein trinkt, schwingt sie ihren Hintern immer dreckiger herum und drückt ihre weissen Capri Hosen gegen die beigen Khakis ihres Mannes. Als die Zugabe kommt, ist die Dame des Hauses bereit, ihr neues Leben als Rock’n’Roll-Groupie zu starten, während der Mann ganz verschämt die Leute um ihn herum fragt, wo er etwas Gras kaufen könnte. Die Musik verstummt, die Lichter gehen an und die Rückwandlung beginnt.

Der besoffene Typ vor-neben-hinter Dir

drunk guy

Na ja. Bechern tun wir alle auf Konzerten. Gehört einfach dazu. Manchmal nerv ich mich selber mit meinem Getrinke, da ich dann Textpassagen vergesse oder im Moshpit nach 5 Sekunden auf dem Boden liege. Aber wenigstens nerve ich andere Leute nicht wirklich. Das tut diese Gattung von anstrengenden Konzert-Besuchern dafür umso mehr. Jeder kennt sie: meistens männlich denken sie, dass ein Konzert gleichzusetzen ist mit peinlichem Vatertags-Gesaufe und leeren ein Bier nach dem anderen.
Dann irgendwann ergeben sich verschiedene Szenarien: es kommt natürlich im Detail auf die Musikrichtung an, aber generell taumeln sie gerne, spucken Dir ins Ohr während sie versuchen, Dir ins Ohr zu brüllen “wie geil das alles ist” oder brabbeln die Lyrics auf eine Art und Weise mit, dass man vor Fremdschämen im Boden versinken will. Auch nett ist, wenn der besoffene Typ vorne rumspringt und versucht einen Mosh Pit zu starten ohne zu registrieren, dass a) niemand anders gerade Lust hat, angerempelt zu werden b) die Band ein langsames Lied spielt.
Wie dem auch sei: Konzerte sind zwar irgendwie zum Energie rauslassen da, aber diese Typen nerven einfach tierisch mit ihrer temporären Ignoranz.

Die großen Typen vorne und in der Mitte

tall guy_

Das sind für mich die Gewinner. Die nervigsten Menschen auf Konzerten sind nicht die Social Media-Girls, nicht die “ich bin temporär wild”-Paare und auch nicht die Dich anrempelnden Besuffkis. Es sind die großen Menschen, die vorne und in der Mitte stehen. Groß ist natürlich relativ, denn für die 1,60-Mädchen sind alle irgendwie groß und Sicht-versperrend (die tun mir bei Konzerten aufrichtig und völlig unironisch leid), aber ich meine eher die 1,85-aufwärts-Leute. Durchschnittlich sind die Leute auf Konzerten ca. 1,75 groß, denke ich, (alle Leute einrechnend). 1,85 oder sogar 1,90 aufwärts sind nur 1 aus 20. Aber diese paar Leute denken null an die anderen Menschen um sie herum. Ich will hier nicht pauschalisieren, aber es gibt da immer einige ganz Schlaue dieser Gattung, die aus mir unerklärlichen Gründen meinen, sie müssten möglichst weit vorne und in der Mitte stehen “um gut zu sehen.” Unerklärlich deshalb, da sie ja sowieso von überall relativ gut sehen, weil sie die anderen überragen und freie Sicht haben. Die können doch auch super an der Seite vorne stehen und sehen von dort wunderbar. Wie dem auch sei: auf jeden Fall nerven die ganz gehörig und gewinnen hier den ersten Preis.

 

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