5 Gründe warum die Erfahrung eines Konzert-Besuchs, toll ist

5 Gründe warum die Erfahrung eines Konzert-Besuchs, toll ist

“Konzerte sind anders als Musik einfach anhören.”

 

Beim Konzert geht es stärker um andere Aspekte als darum, die Musik klar und in Ruhe zu hören. Vielen Leuten sind andere Sachen wichtiger als die reine Musik. Welche Sachen sind das? Natürlich ist bei dem Einen das Eine und bei dem Anderen das Andere wichtiger.

Jetzt wo der Sommer endlich wieder kommt und viele, viele Musik-Festivals anstehen, werden viele Menschen, vor Ekstase wackelnd, vor Bühnen stehen und verschiedenen Bands zujubeln, die sie im Alltag gerne zuhause hören.

Ich persönlich gehe nicht gerne auf Festivals. Ist mir zu groß, mit zu vielen Leuten, aber ich bin ein leidenschaftlicher Konzert-Gänger. Ich finde, dass man vieles verpasst, wenn man generell nicht auf Konzerte geht. Ein gutes Konzert bereichert das Leben. Und auch viele Andere sehen das wohl ähnlich. Schliesslich wird der Live-Markt, im Musik-Business, immer wichtiger und größer.

 

Hier 5 Aspekte, die wir für euch zusammengestellt haben, um zu verdeutlichen, warum Konzert-Erfahrungen, toll sind.

Vorfreude

 

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Es ist wie mit vielen Dingen im Leben. Manchmal ist die Vorfreude der schönste Aspekt. Dieser Moment, in dem man den Namen der Band auf einem Post, in einer Anzeige oder einem Poster sieht, gleich danach den Namen der Stadt, in der man lebt, und ein zukünftiges Datum, ist wie ein kleines Feuerwerk. Es ist quasi ein orgastisches Erlebnis.

Man zückt schnell sein Handy und macht sich eine Notiz, möglichst bald eine Karte zu kaufen. Dann denkt man daran, mit wem man gehen könnte. “Wer mag die auch? Ach egal. Ich gehe so oder so!” Die Woche drauf kauft man die Karte, befässtigt sie vorsichtig an der Pinnwand in der Küche und wartet. Der Gedanke ist da. Man hat die Karte. Der Termin steht. Jetzt kann man schön auf Facebook, den Freunden zeigen, dass man auf das Konzert geht und darauf wetten, dass man damit ein paar Coolheits-Punkte gewinnt.

 

Mitsingen

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Das aktuelle Album hört man jetzt schon eine ganze Weile, hat die Songs zigfach gehört und kann einige Textpassagen auswendig. Ich kenne zwar kaum Leute, die ganze Lieder können und können wollen, aber wenn man die Tracks oft hört, dann sorgt die Wiederholung schon irgendwann dafür, dass Teile der Lyrics hängen bleiben.

Wenn man dann auf dem Konzert steht, und die Band fängt mit den ersten Akkorden eines der Lieder an, die man gut kennt, dann ist die Begeisterung noch wesentlich größer, als bei anderen Tracks der Band. Setzt dann der Refrain ein oder man bekommt einen anderen Teil des Songs mit, bei dem man mitsingen kann, dann freut man sich wie Bolle und tut genau das. Völlig egal, ob man das eine oder andere Wort nicht weiß, und ob der Nebenman lieber der Band als dir lauschen will – Man brüllt die Lyrics mit. So steigert sich die Empfindung für das Ganze. Finde ich zumindest. Wenn ich einen Teil nicht mitsingen kann, tue ich so, als sei ich gerade auf etwas anderes fokussiert. Zum Beispiel auf das schwappende Bier in der Hand der Person vor mir oder die faszinierenden Lichter an der Decke oder sowas.

 

Die Energie

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Der vorherige Punkt führt schön hierher. Mitsingen ist Teil des Gefühls, welches man bei einem Konzertbesuch öfter verspürt. Gefühle wie Freude, Melancholie oder Ausgelassenheit werden inmitten einer Menschenmenge und einer Gruppe von Musikern auf der Bühne verstärkt. Ist so. Die Band spielt einen Track, den man liebt und man fängt an zu lächeln wie ein Honigkuchenpferd. Manchmal passiert es sogar, dass sich kleinere oder größere Wellen von Glückshormonen durch den Körper brechen. Das resultiert in Gänsehaut, einem Übergang von Lächeln in Lachen oder wildem Rumgespringe. Oft hängt die eigene Energieexplosion auch mit der Laune der Band zusammen. Die Bands sind im Endeffekt ja auch nur Menschen und somit nicht jeden Tag gleich aufgelegt. Mal so und mal so. Außerdem ist es sowieso oft eine HuhnEi-Situation. Die Band will vom Publikum angesteckt werden und das Publikum von der Band.

Was mir so gefällt ist, dass die Energie einfach zwischen den Leuten herum springt. Sprich – Dein Nebensteher fängt an rumzuspringen und Du bekommst auch Lust. Passiert. Die Gruppe vor Euch fängt an zu tanzen und Ihr fangt auch an. Der Funke springt über. Ihr hingegen steckt die hinter Euch an. Die Energie springt rum.

 

Bands unterstützen

Unterstützen

Seit 15 Jahren ungefähr haben wir das ständige Gemecker über den Niedergang der Musikindustrie. Ungefähr zur selben Zeit fing es auch an, dass Bands sich über illegale Downloads beschwerten. Der erste große Fall war Metallica gegen das damalige Nr. 1 Download-Portal ‘Napster’. Im Jahr 2000 war das.

Heutzutage downloaden viele Leute gar keine Musik mehr illegal. iTunes oder andere legale Quellen, die den Kauf von digitalen Versionen der Lieblingsalben anbieten, sind in den letzten Jahren gut und einfach geworden. War nicht immer so. Ist aber jetzt so. Viele ziehen sich auch einfach auf Youtube Musik rein (echt eine suboptimale Lösung – auch wenn sie kostenlos ist), Vimeo oder sonstwas. Dann gibt’s kostenlose Anhörmöglichkeiten bei den verschiedenen Streaming-Anbietern wie Spotify oder Deezer. Oder aber für ca. 10€ im Monat gibt es dann auch die Premium-Accounts bei den Musik-Streamern. Ohne Werbung oder sonstige Einschränkungen.

Von der Endverbraucherseite gesehen ist das super. Soviel Musik man will für lächerliche 10€ im Monat. Und auch offline kann man die Alben verfügbar machen.

Ja, für uns Musikkonsumenten ist es sehr gut. Für die Bands weniger.

Es gab, vor allem in den letzten Monaten, viele Fälle, in denen Musiker sich darüber äußerten, wie wenig sie eigentlich an dem Streaming ihrer Musik, verdienen. Die Plattform ‘Information is Beautiful’ hat ausgerechnet, wie viel der Musiker letztendlich, nachdem das Label und alle anderen ihren Anteil bekommen, pro Abspielen eines seiner Songs, von Spotify, bekommt.

0,001 Cent….

Ja, geil…

Müssen sich 3,500 von uns, einen Song anhören, dass die Band sich in einer Kneipe ein großes Bier teilen kann…

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Ja, das ist die eine Seite. Die andere Seite greife ich nur kurz auf.

 

Leute hören viele Bands, welche sie sonst nie gehört hätten – finden die Musik super und gehen auf das Konzert. Sie finden die Band dann so super, dass sie sich gleich noch ein T-Shirt der Band kaufen. Sprich für Ticket und T-Shirt haben sie dann (bei einer mittelgroßen Band) 40€ ausgegeben. Davon bekommt die Band einen wesentlich höheren Anteil, als von Alben-Verkäufen. Es sind zwar oft letztendlich trotzdem nur ca. 10% (der Ticketverkaufserlöse). Der Anteil am Merchandise ist höher.

Also sind Konzert-Besuche definitiv Support der Bands. Und das ist gut.

 

Die Erinnerung

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Ich persönlich gehöre zwar nicht zu den Leuten, die jede Eintrittskarte als Erinnerung behalten, aber ich kann es nachvollziehen. Der Grund, warum ich es nachvollziehbar finde, ist der, dass Konzerte, so ein bisschen, wie ein Tagebuch sind. Was für Musik fand ich damals toll? Mit wem bin ich da hingegangen? Wie war der Sound in dem Laden?

Ja, das sind Erinnerungen.

Aber viel wichtiger finde ich die persönliche Erinnerung an den Besuch selber. An die Eindrücke, an die Emotionen, die ich fühlte, während ich da stand und die Band und die Stimmung aufsaugte. Das ist ja nicht immer gleich.

Letzten Endes sind es natürlich alle Eindrücke zusammen, welche die gesamte Erinnerung ausmachen. Die Erinnerung ist da. Niemand kann sie dir nehmen. Und sie wird dich begleiten.

 

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